Wann ist eine Firmeninsolvenz beendet

Jedes Unternehmen kann in Schieflage geraten. Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten passiert dies schneller, als man denkt. In den wenigsten Fällen ist es auch die eigene Schuld. Die Kunden leiden selbst unter wirtschaftlichen Engpässen und können sich Ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht mehr leisten.

In der Folge wird es für Sie schwerer Ihr Geschäft zu führen und im schlimmsten Fall kommen Sie in die Lage, dass Sie eine Firmeninsolvenz beantragen müssen. Aber was dann? Wichtig für Sie: Ein Insolvenzverfahren muss nicht das Ende Ihres Unternehmens bedeuten. Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, das eine Firmeninsolvenz gleichbedeutend mit einem bankrott ist.

Das stimmt so allerdings nicht. Eine Insolvenz soll Sie von Ihren Schulden befreien und Ihr Unternehmen soll saniert werden. Wenn Sie das Insolvenzverfahren erfolgreich abschließen, werden Ihnen die Restschulden erlassen und Sie stehen wieder auf einem wirtschaftlich stabilen Standbein. Das ist das wirtschaftliche Wunschergebnis, das man mit einer Insolvenz erreichen möchte. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, das Sie sich vorbildlich verhalten.

Auf die Eröffnung einer Firmeninsolvenz folgt die „Wohlverhaltensphase“. In dieser sind Sie verpflichtet, dem Insolvenzverwalter immer aktuelle und ehrliche Auskünfte über Ihr Unternehmen und Ihre Einkünfte geben.

Eigeninitiative wird belohnt
Wie lange diese Wohlverhaltensphase dauert und ob Sie diese verkürzen können, hängt von mehreren Faktoren ab. Grundsätzlich unterscheidet sich eine Unternehmensinsolvenz naturgemäß von einer Privatinsolvenz. Zum einen geht es bei Unternehmen meist um höhere Summen, als bei Privatpersonen und ein weiterer wichtiger Unterschied, ist das ein Unternehmen je nach seiner Rechtsform unterschiedlich behandelt wird.

Eine Firmeninsolvenz dauert bei einer natürlichen Person, also einem Soloselbstständigen oder einem Freiberufler, weniger lang als beispielsweise bei einer GmbH oder einer Aktiengesellschaft. Weitere Faktoren sind unter anderem die Unternehmensgröße, die tatsächliche Schuldsumme, welche das Unternehmen angehäuft hat, wie viele Gläubiger bedient werden müssen und abschließend welches Potenzial auf eine Sanierung besteht.

Je größer Ihr Unternehmen ist, desto wünschenswerter ist es natürlich, dass Sie dieses weiterführen. Am Ende möchte man die Wirtschaft Deutschlands erhalten und stärken. Gerade wenn Sie viele Mitarbeiter haben, will man die Arbeitsplätze die Sie gewährleisten und nach einer Sanierung vielleicht auch zusätzlich schaffen werden, erhalten.

Wie viel Schulden Ihr Unternehmen insgesamt angesammelt hat, bevor Sie das Insolvenzverfahren beantragt haben, ist ein weiterer Faktor, der über die Dauer der Insolvenz entscheidet. Natürlich benötigt man für das Abtragen einer Million Euro an Schulden länger, als für 125.000 € Schulden. Darüber müssen Sie sich im Klaren sein.

Weiterhin entscheidend für die Dauer der Firmeninsolvenz außerdem, wie viele Gläubiger Sie bedienen müssen. Viele Gläubiger sind zwar schwerer unter einen Hut zu bringen als weniger, allerdings könnten Sie sich auf kleinere Rückzahlungsraten einigen, die Ihnen Luft geben im täglichen Geschäft.

Der wahrscheinlich wichtigste Faktor ist allerdings, welches Potenzial auf eine Sanierung Sie aufweisen. Sollten Sie das Verfahren zu lange herausgezögert haben, oder sollten Sie zu viele Schulden angehäuft haben oder lässt sich keine Einigung mit Ihren Gläubigern erreichen, wird die Zeit für eine Insolvenz länger angesetzt, um möglichst viel Ihrer Schuld abzutragen.

Unter diesen Umständen können Sie die Firmeninsolvenz verkürzen.
Einfach ist dies vor allem bei Selbstständigen und Freiberuflern. Sollten Sie 35 % der Schulden und die Verfahrenskosten abgetragen haben, können Sie auf drei Jahre verkürzen. Wenn Sie zumindest die Verfahrenskosten angetragen haben, können Sie die Dauer immerhin noch auf fünf Jahre verkürzen. Bei anderen Unternehmen orientieren sich diese Angaben natürlich an der veranschlagten Gesamtdauer der Insolvenz.

Da Sie nach der Firmeninsolvenz von Ihrer Restschuld befreit werden, können Sie die Verkürzung als zusätzlichen Anreiz sehen. Nach dem Verfahren stehen Sie wieder auf einer stabilen Basis und können sich erneut daran machen, Ihr Unternehmen zu vergrößern. Da eine Insolvenz eine nicht zu unterschätzende Leistung ist, können Sie sich auch etwas darauf einbilden diese geschafft zu haben.

Sie sind nicht allein. Wir unterstützen Sie gerne bei dieser schweren Aufgabe. Je früher Sie sich dabei an uns und unsere Experten wenden, desto besser können wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Unsere Mitarbeiter sind allesamt erfahrene Experten für Firmeninsolvenzen und rund um die Uhr für Sie erreichbar. Da wir ein großes Team haben, können wir Ihnen auch zusichern, das wir sofort anfangen können Ihren Fall zu bearbeiten. Mit uns kommen Sie einfacher und unter Umständen auch schneller durch diese Schwere Phase und sind nicht allein mit dieser schweren Aufgabe.