Lässt sich eine Insolvenz noch vermeiden

Wenn es bei Kunden zu Zahlungsschwierigkeiten kommt, wichtige Partner wegbrechen, eine schwere Erkrankung oder eine Wirtschaftskrise vorliegt, kommt es bei jungen Unternehmen oft zu finanziellen Schwierigkeiten. Im Falle einer Firmeninsolvenz sollten Unternehmer genau darüber Bescheid wissen, welche Schritte notwendig sind, um eine Firmeninsolvenz zu vermeiden. Unternehmensgründer sollten schnell handeln, sobald die ersten Anzeichen für eine drohende Zahlungsunfähigkeit erkennbar werden.

Forderungs- und Mahnwesen
Um eine Insolvenz abzuwenden, kann es besonders nützlich sein, nicht beglichene Forderungen einzutreiben. Auf diese Weise kann man seine Kunden an die Begleichung der Rechnung erinnern. Sollten die säumigen Kunden nicht innerhalb einer festgesetzten Frist reagieren, kann eine Zahlungsaufforderung an den Kunden geschickt oder die offene Rechnung kann eingetrieben werden. Darüber hinaus kann ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet oder Schadensersatz gefordert werden.

Insolvenzen vermeiden durch Forderungsverkauf
Es ist oft lohnenswert, wenn man für zahlungsunwillige Kunden ein Inkasso-Unternehmen beauftragt. In den meisten Fällen wird die offene Forderung an den Dienstleister verkauft, welcher dann das Geld beim Kunden eintreibt. Das Inkasso-Unternehmen behält sich zwar einen Teil der Rechnungssumme als Provision, doch der Anteil durch den Verkauf steht sofort zur Verfügung und kann dafür genutzt werden, die Insolvenz abzuwenden. Darüber hinaus sind die internen Kosten und der interne Aufwand für die Mahnungen deutlich geringer, was finanzielle Mittel freimacht.

Unternehmensanteile gänzlich oder teilweise verkaufen
Eine Firmeninsolvenz ist mitunter unvermeidbar, wenn Gesellschafter Anteile zum Teil oder ganz verkaufen. Bei Gesellschaften müssen alle Gesellschafter zustimmen, sobald GmbH-Anteile verkauft werden sollen. Unternehmensanteile können ebenfalls Investoren oder Geschäftspartner angeboten werden.

Einigungen mit den Gläubigern
Ein Insolvenzverfahren kann für die Gläubiger mit Unsicherheiten verbunden sein. So können die Gläubiger nie wissen, ob der Betrieb weitergeführt oder liquidiert wird. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Gläubiger Interesse daran haben, eine Insolvenz zu befürworten. Dementsprechend ist es hilfreich, wenn das Unternehmen an die Gläubiger herantritt und auf diesem Weg versucht, sie von einem Zahlungsverzicht, einem Teilerlass oder einer Stundung zu überzeugen.