Betriebsrente bei Firmeninsolvenz

Etliche Deutsche kümmern sich um Ihre Betriebsrente. Was passiert jedoch, wenn das Unternehmen insolvent ist? Müssen Sie dann um diese tatsächlich fürchten? Doch weder Karriere noch Altersvorsorge sollen davon betroffen sein.

Das sollten Unternehmen und Arbeitnehmer über die betriebliche Altersvorsorge wissen
Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Betriebsrente, weswegen Ihnen dies der Arbeitgeber nicht verweigern kann. Eine solche Vorsorgeform ist also gesetzlich verpflichtend für den Arbeitgeber und die Mitarbeiter haben einen Anspruch auf Entgeltumwandlung. Ein Teil des Bruttolohns kann als Einzahlung für Betriebsrente genutzt werden. Dafür muss sich der Arbeitgeber jedoch auch entsprechend beteiligen.

Auch hier gibt es eine Pflicht von 15 %, weswegen diese Rente selbst bei Firmeninsolvenz sicher sein sollte. Was passiert mit Betriebsrenten bei einer Firmeninsolvenz? Eine Betriebsrente ist bereits fester Bestandteil vieler Unternehmen geworden und dient als Absicherung der Arbeitnehmer, falls Sie in Rente gehen müssen. Jene wird meist zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geschlossen, wodurch Ihnen später das Geld nahezu garantiert ist.

Dies kommt meist zu einem Abschluss, wenn es dem Unternehmen sehr gut geht. Doch eine Insolvenz kann dies zum schwanken bringen, weswegen Sie als Arbeitnehmer sich bei dem PSVaG (PensionsSicherungsVerein) melden sollten. Jener ist für eine Ausfallhaftung zugunsten der Arbeitnehmeranspruchssicherung zuständig und handelt anhand einer gesetzlichen Grundlage. Hier müssen Sie jedoch selbst tätig werden, da dieser nicht von selbst tätig wird. Sie können sich auch Unterstützung von Profis einholen.

Die Folgen – Eine Sache vom Durchführungsweg
Je nach Durchführungsbeweg bezüglich der Betriebsrente, ist mit unterschiedlichen Folgen bei einer Firmeninsolvenz zu rechnen. So gibt es Direktversicherung, Pensionskasse, Direktzusage, Unterstützungskasse oder Pensionsfonds, unter denen sich der Arbeitgeber in der Regel eines aussucht. Direktversicherungen haben im Allgemeinen einen unwiderruflichen Bezugsrecht, wodurch Sie ziemlich abgesichert damit sind. Bei Insolvenz auf den bAV-Empfänger geht die Rente direkt auf ihn über. Unter anderem kann auf die bAV privat zurückgegriffen werden, was auch eine gute Alternative ist. Bei Pensionskassen verhält es sich meist ganz ähnlich.

Ausnahmen für Gesellschafter-Geschäftsführer
Umfassender Schutz bei Firmeninsolvenz besteht, wenn die bAV auch dem gesetzlichen Insolvenzschutz unterliegt. Das Gesetz wird auf abhängig Beschäftigte beschränkt. So sind selbst kurzbestehende Anwartschaften oder außergewöhnlich hohe Leistungen nicht immer vollends abgesichert. Gerade beherrschende Organpersonen sollten sich mit anderen Alternativen absichern. Der Arbeitgeber sollte auch ausreichende Regelungen treffen.

Ausbeute ist von der Finanzmarktentwicklung abhängig
Bei der bAV brauchen Sie sich zumindest keine Gedanken darüber machen, ganz und gar nichts zu bekommen. Wie stark Ihr angespartes Kapital jedoch wächst, hängt ganz stark vom derzeitigen Finanzmarkt ab. So können zusätzliche Erträge von Ihrer Seite dafür sorgen, dass der Betrag eher gering ausfallen wird. Die spätere Leistung ist nämlich immer an die Rendite gekoppelt, welche die Versorgungseinrichtung mit eingezahltem Kapital erzielen kann. Die Zusatzerträge können dabei sowohl hoch als auch niedrig ausfallen.

Gerade in schwierigen Zeiten ist die Erzielung guter Rendite nämlich gar nicht so leicht. Besser ist es sich frühzeitig darum zu kümmern, sodass das Kapital langfristig liegen bleibt.

Grundsätzliche Ausfallhaftung wegen Insolvenz nicht möglich
Trotz alledem gibt es keine Garantie, dass wirklich bei dem Ausfall der Betriebsrente eine Art von Ausfallhaftung greift. Die Ansprüche der Arbeitnehmer spielen bei einer Insolvenz nur bedingt eine Rolle, weswegen es ein Irrglaube ist, dass hier die Interessen von diesen bei der Rettung des Unternehmens gewahrt werden müssen. Insolvenzverwalter bzw. Rentner müssen sich bei der PSV melden, denn anderweitig kommt kein Stein ins Rollen, denn von selber wird der Verein wohl kaum tätig.

Eine Einstandspflicht von diesem gilt tatsächlich nur bei Direktversicherungen und der Pensionskasse, wenn eine unverfallbare Anwartschaft bei gleichzeitig widerruflichem Bezugsrecht. Bei einer Pensionszusage, Direktzusage oder Unterstützungskassen gilt dies nur bei verfallenen Anwartsschaften.

Fazit – Suchen Sie sich Hilfe
Ist es noch nicht zu spät, können Sie sich auch Profis ran ziehen, die sich für Ihre Rechte bei der Betriebsrente einsetzen. Das ist nämlich nicht immer ganz einfach durchzusetzen und es muss sich möglichst früh damit beschäftigt werden. Hier müssen Sie auf nicht viel Weiteres achten, denn das erledigt jemand anderes für Sie. Damit sind Sie fein heraus und gerade wenn Sie vom Thema eher weniger Ahnung haben, dann sind Sie hiermit gut beraten. Denken Sie daran, denn nur so können bei einer Insolvenz, das was Sie wollen, ermöglichen und bekommen.